Bahnhof:

km 22,0 / Höhe ü. N.N.: 174,945 m
"Auf Gleis 3 fährt ein: der Personenzug 1715 aus Bonn zur Weiterfahrt nach Euskirchen!
Die Abfahrt des Zuges ist um 10.42 Uhr! Bitte Vorsicht an der Bahnsteigkante!"

Der Bahnhof Rheinbach vor 1910 und der Errichtung des hölzernen Stellwerksanbaues auf dem Hausbahnsteig
(Abbildung: Stadtarchiv Rheinbach)
Der Bahnhof Rheinbach wurde zusammen mit sämtlichen Bahnhöfen der Strecke Bonn - Euskirchen (bis auf Witterschlick) während des Baues der Strecke in den Jahren 1878 bis 1880 angelegt.
Auch dieses Gebäude stammt aus der Feder des Architekten Johannes `Jodocus´ Richter (geb. 01. April 1842 - gest. 31. Dezember 1889). Allerdings nach einem eigenen Plan - obwohl es den Gebäuden von Odendorf und Kuchenheim sehr ähnelt. Dieses Empfangsgebäude - dessen Spiegelbildliches Gegenstück übrigens in Meckenheim entstand - ist ein wenig größer als die oben genannten Gebäude und hat dadurch auch eine etwas andere Aufteilung der Räume.

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Ein Teil der Rheinbacher (und Meckenheimer) Grundrisse.
(Quelle: Architekt Baumann-Drimborn, Rheinbach) |
Das Rheinbacher Empfangsgebäude ist, neben dem in Meckenheim stehenden, der einzige Ziegelbau aus der Anfangszeit der Bahnstrecke, der noch weitestgehend im Originalzustand erhalten ist und deshalb heute auch zu Recht unter Denkmalschutz steht.

Vor einiger Zeit wurde das ehrwürdige - inzwischen über 130 Jahre alte - Gebäude von einem Privatmann aus dem Swisttaler Ortsteil Essig erworben und mühevoll Mustergültig restauriert! So wurden zum Beispiel die oben auf dem Bild deutlich sichtbaren großen Fenster im Erdgeschoss wieder hergestellt und auch die Fenster- bzw. die Tür im ehemaligen Gaststättenteil zum Bahnsteig hin wurden wieder geöffnet.
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Von der Gleisseite aus (Mai 2010). | | Von der Strassenseite aus (Mai 2010).
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Der ehemalige Wartesaal 2. Klasse (Mai 2010).
| | Die ehemalige Bahnhofsgaststätte - die Tür befand sich ursprünglich im mittleren Bogen
(Mai 2010). |
Auch der Bahnhof Rheinbach erfuhr über die Jahrzehnte seines Bestehens natürlich regelmäßige Veränderungen und Umbauten.
Beinahe wäre er in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg sogar zu einem regelrechten Kreuzungsbahnhof geworden, wenn die geplante und auch schon im Bau begriffene "Strategische Bahn" - heutzutage eher unter der Bezeichnung: "Die Unvollendete" bekannt - tatsächlich fertiggestellt worden wäre! Diese hätte von Liblar über Rheinbach - hier die Strecke Bonn- Euskirchen kreuzend - nach Dernau in das Ahrtal führen sollen. Ein Stück des Bahndammes dieser Strecke ist in Rheinbach auch heute noch immer sichtbar: fährt man mit dem Zug aus Rheinbach in Richtung Bonn ab, beginnt kurz nach der Brücke "Gymnasiumstrasse" auf der in Fahrtrichtung linken Seite, ein leicht immer weiter ansteigender Hügel: die Auffahrt zum ehemaligen Überführungsbauwerk auf Höhe der heutigen A61.
Bitte nutzen Sie Ihren Aufenthalt auch, um hier auszusteigen:
www.bahnhof-rheinbach.de
(Weitere Bilder und Texte folgen!)